Einleitung
Auf den Tag genau vor 10 Jahren habe ich diesen Blog gestartet! Damals noch unter einer anderen Domain. Aber von Beginn an zweisprachig und auf Basis der damals frisch veröffentlichten TYPO3 7.6(!) LTS.
Für den ersten der beiden Screenshots habe ich mir den Spaß erlaubt, einen alten Stand der Website per DDEV zu installieren. Wenn ich mir den damaligen Code anschaue … *pfeif* Wir haben einen weiten Weg zurückgelegt.
RealURL statt Routing im Core.
Symlink-Installation statt Composer.
Install Tool statt Console Commands.
Aber immerhin gab es schon ein Sitepackage für Templates und Konfigurationen!
Der Start des zweisprachigen Blogs
Das Motto "Inspiring people to share" hat die TYPO3 Community verinnerlicht. Viele kluge und hilfreiche Menschen teilen ihr Wissen und Erfahrungen in eigenen Blogs, auf Slack und anderen Kanälen oder aber über Talks auf Veranstaltungen.
Ich stehe nicht gerne auf der Bühne, also bleibt für mich das geschriebene Wort. 2015 habe ich ebenfalls begonnen, einige Punkte für mich und andere festzuhalten. Auf Deutsch, weil die deutschsprachige Community einfach sehr groß ist. Und auf Englisch, um niemanden auszuschließen.
Besser kann man Wissen wohl auch nicht festigen, als wenn man ein Thema in zwei Sprachen ausarbeitet. Regelmäßig merke ich bei der Übersetzung, dass eine Formulierung in der anderen Sprache noch nicht ganz eindeutig ist und kann dies dann verbessern.
Wechsel von Themen im Laufe der Jahre
Begonnen habe ich mit typischen Templating-Themen, wie dem Erstellen von Navigationen mit TypoScript. Dazu kamen in den ersten Jahren Rückblicke auf TYPO3-Veranstaltungen.
Irgendwie habe ich mich dann recht schnell auf lange, umfassende Tutorials spezialisiert. Themen waren ab diesem Zeitpunkt oft Features in neuen TYPO3-Versionen, wie das Routing für Seiten und Plugins.
Und das TYPO3 Form Framework. Acht Tutorials dazu waren nie geplant, haben sich aber so ergeben. Dabei nehmen Formulare nur wenig Raum in meinem Arbeitsalltag ein. Aber manche Fragen zum Form Framework wurden halt wiederholt gestellt. Für andere Aufgaben gab es plötzlich neue Lösungen, die ich dann erneut beschrieben und teilweise auch den Originalartikel überarbeitet habe.
Zwischenzeitlich habe ich meine persönlichen Highlights neuer TYPO3-Versionen als News vorgestellt. In den letzten paar Jahren wurden es dann vor allem Release Notes zu neuen und aktualisierten Extensions.
Dafür ist die Zahl neuer Tutorials zurückgegangen. Dabei gäbe es viele kleinere Lösungsansätze, die ich ebenfalls gerne teilen würde. Und ich hoffe, dass ich dazu noch kommen werde.
Demos, Demos, Demos
Praxisbeispiele waren mir von Anfang an wichtig. So sind im Laufe der Zeit einige Demo-Extensions zum Form Framework und weiteren Tutorials entstanden.
Alle Demos werden von mir für jede TYPO3-Version auf den aktuellen Stand gehalten. Selbst die HMENU-TypoScripts stehen weiterhin zur Verfügung, auch wenn ich für Navigationen vor Ewigkeiten – wie vermutlich ihr auch – auf Fluid umgestiegen bin.
Lernen am eigenen Projekt
Ich habe damals bewusst auf TYPO3 als technische Basis dieser Website gesetzt, um sie als Spielwiese für neue Features verwenden zu können. Vieles habe ich hier erstmals ausprobiert, bevor es später seinen Weg in Kundenprojekte fand.
Auch Frontend-Neuerungen, wie CSS Custom Properties oder einen Dark Mode, habe ich zuerst hier angewendet.
Ohne Blog gäbe es keine Extensions
Was mir beim Schreiben dieses Rückblicks klar wurde: Ohne den Blog gäbe es meine öffentlichen Plugins und Extensions nicht. Denn diese sind entstanden, weil ich eigene Anforderungen in dieser Website erfüllen wollte.
Das CKEditor-Plugin "linebreak" (CKE 4) und die TYPO3-Extension "ckeditor_wordbreak" (CKE 5) habe ich geschrieben, weil ich in Blogartikeln <wbr> Tags für Zeilenumbrüche in langen URLs und Dateipfaden benötigt habe.
Und da ich unbedingt menschenlesbare Sprungmarken in meinen Tutorials verwenden wollte, ist am Ende die Extension "content_slug" dabei herausgekommen.
Diese Extension bleibt auch mein Lieblingsprojekt. Sie hat mir viele tiefe Einblicke in TYPO3 erlaubt und mir schrittweise den Weg vom Integrator in Richtung TYPO3-Entwickler ermöglicht.
Was bringt die Zukunft?
Vor wenigen Tagen habe ich das Tutorial zu einer CSS-Grid-Lösung veröffentlicht und dabei gemerkt, wie viel Spaß mir das Schreiben und Ausarbeiten von Beiträgen noch immer macht. Aber auch, wie viel Zeit es benötigt. Vermutlich werde ich mich künftig auf die Veröffentlichung etwas kürzerer Tutorials fokussieren.
Eine "Projekte"-Seite möchte ich auch schon länger erstellen. Eine gute Gelegenheit, noch einmal ein neues, eigenes Template für diese Unterseite zu entwerfen.
Mit dem aktuellen Design der Website bin ich noch zufrieden, auch wenn ich heute natürlich vieles anders umsetzen würde.
Als weitere Spielwiese habe ich dieses Jahr mit der Entwicklung eines neuen privaten Website-Projekts begonnen. Nicht mit TYPO3 CMS, sondern erstmals mit dem Static Site Generator Eleventy. Mal sehen, wann ich die erste Version veröffentlichen kann. Hier greift aktuell scheinbar das Paretoprinzip. 😅
Auf die nächsten zehn Jahre? Dann könnten wir, einmal hochgerechnet, auch TYPO3 Version 20 feiern. Wäre doch ganz passend.

